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DIE GESCHICHTE

DES FATTINGERHOFES

Schon im 17. Jahrhundert Gab es einen Fattingerhof. Dieser stand in St. Agatha in Oberösterreich. Der dort wirtschaftende Bauer war Stefan Fattinger (Fadinger) welcher 1624 als Anführer des bäuerlichen Heeres in den Kämpfen der Bauernbefreiung fiel.

Nach langer Zeit hat wieder ein Stefan Fattinger einen Fattingerhof gegründet. Der ehemalige Gutsbetrieb Palffy-Daun, in Stübing, welcher schon seit den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts Obstbau betrieb, war die Basis für einen Neuanfang. In den Nachkriegsjahren pflanzte Stefan-Dieter Fattinger Obstplantagen den neusten Erkenntnissen entsprechend. Der Sohn Michael baute seit 1984 die Sortenvielfalt aus und bietet auch Veredelungsprodukte an.

1998 wird ein erster Teil des Betriebes auf den biologischen Landbau umgestellt, 2006 dann das gesamte Kernobst und 2007 auch Stein- und Beerenobst. Auch der kleine Weingarten in sehr steiler Lage, wo witterungsbedingt zeitweise nur händische Bodenbearbeitung möglich ist, wird nach den Richtlinien des Bio-Landbaues bewirtschaftet.
Der Weinbau hat in Stübing schon seit der Römerzeit Tradition. Erst nach dem 1. Weltkrieg verwilderten die letzten alten Weingärten. Schon eine Pflanzung von Wildbachertrauben im Jahr 1991 zeigte, dass auf den kargen, felsigen Schieferböden guter Wein reifen kann.
In kleinen Mengen wird Traubensaft aus Müller Thurgau und Wildbacher blau (Schilcher) hergestellt und natürlich Wein.
Eine eigene Obstpresse ermöglicht auch das Herstellen von Apfelsäften, Most und anderen Fruchtsäften. Die Säfte, der Wein und der Most werden in der hofeigenen Mostschenke angeboten. Je nach Wetterlage öffnet diese Ende März oder Anfang April und hat dann bis in die Weihnachtszeit hinein geöffnet.

Der Fattingerhof in Stübing liegt im Murtal etwa 15km nördlich von Graz. Diese Region, das "Grazer Bergland", zeichnet sich durch ein eher trockenes, sonnenreiches und nachtkühles Klima aus - das ist, sowie auch der Verzicht auf Hagelnetze, der Grund für das besonders geschmackvolle Obst. Die während der ersten Jahre gewonnen Erfahrungen, dass weniger Eingriffe in die Natur diese selbst vieles von alleine regeln lässt, waren der Beginn der Umstellung auf die biologische Wirtschaftsweise - im Jahre 1998. Die ständige Beobachtung der Tier- und Pflanzenwelt - und das sich deutlich ändernde Klima haben mich veranlasst alles zu tun, um der Nachwelt in die Augen schauen zu können.